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Es gibt mal wieder eine neue Community. Eigentlich kann man es gar nicht mehr hören. Immer Communities.
Aber gut, Webapplikationen sind etwas feines. Sie führen Menschen zusammen die sich vorher nicht kannten. Über eines meiner Standard phpBB-Foren haben sich Freundschaften entwickelt und die Mitglieder haben sogar einige Treffen organisiert.
Eine gut gemachte Web 2.0 Community kann sogar noch viel mehr leisten als eine Standard Webanwendung.

StudiVZ und XING sind die bekanntesten Beispiele. StudiVZ – als Facebook Plagiat gestartet – ist wohl mittlerweile die größte Community in Deutschland und bietet viele Möglichkeiten. Die interessanteste ist wohl neue Menschen kennenzulernen.
Dies geschieht zum Beispiel über Gruppen – jede Gruppe ist eine Art Forum – mit eigenen Interessen. Man kann die Gruppe “Autos” oder “Online Marketing” gründen und wird von Gleichgesinnten gefunden. StudiVZ hat hatte aber eine klare Ausrichtung: Studenten sind waren die primäre Zielgruppe. Bei XING sind es die berufstätigen Menschen.

Die neue Community ShortView hat eine große Zielgruppe. Es sind nicht die Silversurfer – also die User ab 50 – und es sind nicht die alleinerziehenden Mütter. Es sind alle. Wirklich alle.

Shortview

Shortview hat sich auf die Flagge geschrieben freundlich, offen, neuartig, einfach & schnell zu sein.
Die Funktionen von Shortview auf einen Blick:

* Interessen: Hier finden Sie Menschen, die Ihre Interessen teilen.
* Diskussionen: Diskutieren über alles, was Sie interessiert.
* Fragen: Fragen Sie! Die ShortView-Community hat die Antwort.
* Ihre Stadt – Ihre Region: Veranstaltungen, Termine, Fotos und Leute aus Ihrer Stadt.
* Neue Freunde: Lernen Sie neue, interessante Menschen kennen.
* Wiedersehen: Finden Sie alte Freunde wieder.

Der Test.

Bisher habe ich über einige Communities schreiben dürfen. Keine habe ich danach wieder genutzt.
Ich bin gespannt wie es mit Shortview aussehen wird.

Die Anmeldung.

Bei der Anmeldung gab es eine Überraschung: Ähnlich wie bei StudiVZ und XING geht man hier den Ansatz “ohne Nickname”.
Man muss seinen echten Namen angeben und auch seine PLZ – für die Zuordnung zu einer regionalen Gruppe.
Vor- und Nachname sind also Pflichtfelder. Man kann sich nun Hans Wurst nennen, aber das ist nicht im Sinne der Community und ich denke es werden somit wirklich viele hier ihre privaten Daten preisgeben. Das Internet wird immer persönlicher.

Positiv: Nach der Registrierung kam sofort die Freischaltungs-Mail. Man kann sich direkt einloggen.

Erste Schritte.

Nach dem Login wird man förmlich erschlagen. Die Mailbox blinkt direkt, den man hat eine Nachricht von ShortView und wird freundlich und persönlich begrüßt. Das finde ich gut. Allerdings weiss man zu Beginn nicht wo man zuerst hinsehen soll.
Nach kurzer Zeit hat sich das gelegt und man erkundet die Plattform. Ein Plus: Schnell ist sie. Alle Menüpunkte lassen sich schnell aufrufen. Man adressiert scheinbar nur eine junge Zielgruppe und doch nicht jeden – denn Wörter wie “Content” und “Meine Locations” werden benutzt. Ich weiss nicht ob meine Omi das verstehen würde ;) Was ich aber weiss: Die Schriftgröße würde ihr gefallen. Die Schrift ist angenehm groß, allerdings würde ich eine andere Schriftart verwenden.

Blick auf einen Teil der Navigation und die Schriftart:
Shortview Community

Die Funktionen überzeugen: Die Suche ist fix und macht Spaß. Findet leider aber noch keine meiner Freunde.
Unter “Aktuelles” gibt es eine Art Live-Ticker über die Ereignisse der gesamten Plattform (ich frage mich wie die Performance bei 2 Mio. Mitgliedern sein wird), wo man einfach stöbern kann. Eine lustige Fragen-Funktion:

Meine Favoriten-Fragen:
- Hat denn keiner Lust am Wurschteln von euch?????
- Was muss ich machen, um mich bei shortview abzumelden? Vielen Dank
- Englaender oder zumindest halbe hier?

Ist natürlich nun ein wenig gemein.

Mein kurzes Fazit:
Guter Ansatz, wenigstens hat man wirklich mal vorher nachgedacht. Die Gruppen und PLZ-Funktionen sind gut, man kann direkt Leute aus seiner Umgebung adressieren. Bitte arbeitet an der Schriftart und an der Übersichtlichkeit und bringt bitte noch ein Killer-Feature. Ob man Leute auf Fotos verlinken kann habe ich nun gar nicht getestet, aber das hat mir damals bei StudiVZ sehr gut gefallen (und tut’s heute noch). Bietet Punkte an für Aktivität, welche man dann im Shop einlösen kann. Guckt euch Shell an: Beim Tanken gibts Punkte. Dafür besorgt man sich dann mal beim nächsten tanken ein Snickers für lau. Macht sowas ähnliches mit großen Werbepartnern! Ob ich ShortView nochmal nutzen werde bezweifle ich. Meine Freunde sind im StudiVZ, meine Kollegen sind im XING. Meine Omi ist offline, die rufe ich an. Und in Bielefeld kenne ich genug Leute.